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doch weder verwirrt noch verlegen; ſie that als merkte ſie nicht die etwas lebhaften und leichtſinnigen Huldigungen, die ihr dar⸗ gebracht wurden.
— Reizende Dame, ſagte einer ihrer Verfolger, Ihre auffallende Art ſich zu einem Rendezvous zu begeben und Ihr beſcheidenes Schweigen machen Sie in meinen Augen zu dem koſtbarſten Räthſel. Wer mögen Sie wol ſein? Eine große Dame? Das iſt unmöglich, Sie wären zu ſehr an derartige Unternehmungen gewöhnt, um an dieſen Ort in Gala zu kom⸗ men. Eine Griſette? Auch nicht; wir hätten Sie mit unſeren Reden wol ſchon zehnmal lachen oder zornig gemacht. Schönes Kind, quälen Sie unſere Neugierde nicht länger! Ich bin der Marquis de la Fare, da ſind Broglie, Canillac, Nocé, Brancas! — Wir ſind alle ſehr discret und galant.
Während der Marquis, einer der intimſten Freunde des Herzogs von Chartres, ſo ſprach, ſetzte die Unbekannte ihren Weg ſtillſchweigend fort. Als ſie Morvan erblickte, legte ſie die verachtungsvolle Gleichgiltigkeit, die ſie bis dahin gezeigt hatte, ab, und ſchien wahrhaft erfreut zu ſein.
— Herr Ritter, ſagte ſie lebhaft auf ihn zugehend, ich bitte um Ihren Arm.
Dieſe Stimme drang ihm in's Herz, und er konnte einen Ausruf nicht zurückhalten, der Zorn und Entzücken zugleich ausdrückte: er hatte Nativa erkannt.
Was Nocé, Canillac, Broglie, de la Fare und Brancas betrifft, ſo merkten ſie an dem herausfordernden Blick, den Morvan auf ſie warf, daß ſie bei dem erſten Wort, das ſie fal⸗ len ließen, mit einem tapfern Degen in Streit kämen; da ein Duell im Garten der Tuilerien ihnen ernſthafte Unannehm⸗ lichkeiten zugezogen hätte, da ſie ihr Unrecht gewiſſermaßen ſelbſt erkannten, und da ihnen endlich Morvan völlig unbekannt war, ſo entfernten ſie ſich alſogleich. Der junge Mann hatte ſich
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