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letzte Frage: Welches perſönliche Intereſſe haben Sie bei der Einnahme von Carthagena?
— Ohne Zweifel ein ſehr lächerliches und kleinliches, Monſeigneur; aber das menſchliche Herz iſt oft von räthſelhaf⸗ ter Wunderlichkeit. Ich haſſe Spanien und liebe glühend den Ruhm Frankreichs.*
Pontchartrain ſtand auf ud grüßte Legoff.
— Herr Baron, ſagte ek ihm dabei, ſeien Sie überzeugt, daß ich den Gegenſtand, welchen wir beſprochen haben, ſehr berück⸗ ſichtige. Ich werde ihn reiflich überdenken, und binnen Kurzem ſollen Sie von mir Nachricht erhalten. Es iſt, denke ich, unnütz⸗ Ihnen gewiſſenhaftes Schweigen zu empfehlen.
Legoff lächelte, und ſein Lächeln hatte die Bedeutung langer Betheuerungen
Der Staatsſekretär war bereits wieder bei ſeiner Arbeit, als der Boucanier, der ſchon F Thüre nahe war, zurückkehrte.
— Monſeigneur, ſagte er, noch ein Wort. Erlauben Sie mir mit dem König von Dueaſſe's Project zu ſprechen? O fürchten Sie nichts, fuhr Lego fort, indem er die Bewegung des Miniſters merkte; ich werde nicht nur den Ruhm, der von dem Gelingen des Unternehmens auf Sie fallen wird, nicht an⸗ greifen, ſondern ich werde auch Sr. Majeſtät keine Spur von dem Intereſſe verrathen, das Sie dieſer Audienz mir zuzu⸗ wenden ſo gütig waren. ₰
— Aber, Herr Legoff, Sie reden davon, daß Sie mit dem König ſprechen werden, als ob Sie Zutritt bei Hofe hätten!
— Monſeigneur, erlauben Sie mir, daß ich Ihnen beim Schluß dieſer Unterredung das wiederhole, was ich beim Be⸗ ginn derſelben bereits geſagt habe, nämlich: daß das Glück meine Kühnhrit immer ſo ſehr begünſtigt hat, daß ich jetzt Alles thue, was ich will. Es iſt wahr, ich habe nicht Zutritt bei Hofe, aber ich will den König ſprechen, und werde es glſo thun.


