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— Nicht bevor Sie, Monſeigneur, Kenntniß genommen haben von dem Briefe, den ich Ihnen zuzuſtellen beauftragt bin.
— Ziehen Sie ſich doch zurück, mein Herr, Sie beläſtigen mich, rief der Staatsſekretär heftig werdend.
— Dieſer Brief iſt von einem meiner Lieutenants, von Ducaſſe, fuhr Mathurin ruhig fort.
— Von Ducaſſe! rief Pontchartrain, lebhaft nach dem Briefe langend, den er ſogleich entſiegelte und mit ſehr ſicht⸗ lichem Intereſſe las. Ducaſſe, Herr Baron, fuhr der Miniſter nit einem bei ihm ungewohnten höflichen Tone fort, ſagt mir, daß er unter Ihrem Oberbefehl gedient habe, daß er Sie als den größten Seemann unſerer Zeit ſchätzt, und bittet mich, ge⸗ wiſſe Vorſchläge, die Sie mir zu machen haben, mit vollkom⸗ menem Vertrauen anzuhören. Ich verhehle Ihnen nicht, daß
ich Ducaſſe beſonders hochachte; ſeine Empfehlung iſt bei mir
von außerordentlichem Gewicht. Was wünſchen Sie?
Wenn Pontchartrain mit ſolcher Offenherzigkeit ſprach, ſo hatte dies keinen andern Grund, als weil er überzeugt war, daß Legoff den Inhalt des von ihm überbrachten Briefes kenne.
— Monſeigneur, antwortete Legoff, ich wünſche Ihnen drei Dinge anzubieten, die Ihnen in dieſem Augenblick fehlen: Geld, Menſchen und Ruhm.
— Ich begreife nicht, daß Ducaſſe mir von Ihnen als von dem größten Seemann unſerer Zeit ſpricht, ſagte Pont⸗ chartrain, indem er ſich anſtellte, als hätte er die Antwort nicht gehört. Legoff! Legoff! ich kenne dieſen Namen nicht.
— Jean Bart, der eben im baltiſchen Meere fünf hol⸗ ländiſche Kriegsſchiffe und die fünfzig Schiffe, welche ſie be⸗ gleiteten, weggenommen hat, war vor einigen Jahren am Hofe noch gar nicht bekannt. Uebrigens verhehle ich Ihnen nicht, daß Legoff nicht mein wahrer Name iſt.
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