von Depeſchen beſchäftigt war, die Anweſenheit ſeines Beſuchs gar nicht zu merken, und ſetzte ſeine Arbeit fort als wäre Nie⸗ mand ſonſt im Zimmer. Erſt nach einer Viertelſtunde bemerkte er oder ſchien er die Anweſenheit des Beſuchs zu merken.
— Wer ſind Sie und was wollen Sie? fragte er mit faſt grober Barſchheit.
— Der Schweizer hat Ihnen den Baron Legoff gemel⸗ det, antwortete Mathurin kaltblütig, und der Baron Leoff e erin⸗ nert Sie, daß Sie mit einem Edelmann ſprechen.
Dieſe kühne Antwort wich ſo ſehr von den Gewohnheiten der Bittſteller ab, daß Pontchartrain davon verblüfft war.
— Welchen Rang nehmen Sie in der Marine ein, und was wünſchen Sie?
— Ich nehme, Gott ſei Dank! in der Marine keinen
Rang ein, und weit entfernt Ihr Wohlwollen zu ſuchen, komme
ich vielmehr um Ihnen meine Dienſte und meine Unterſtützung anzubiethen.
Jetzt war Pontchartrain ſo ſehr erſtaunt, daß er einen Augenblick gar nicht zu antworten wußte.
— Ich verfüge über beträchtliche Seekräfte, fuhr Legoff immer mit derſelben Kalthlütigkeit fort; die Flotte, die ich com⸗ mandire, hat zwar keine geſchickten Verwalter, iſt aber dennoch gefürchtet und fürchterlich; ſie könnte ohne großen Nachtheil der des Königs die Spitze bieten.
— Das iſt unverzeihlich von d'Aubigné! Das heißt doch alle Grenzen des Reſpekts überſchreiten, wenn man Einen in die Lage bringt, einen ſolchen Narren zu empfangen, murmelte Pontchartrain; ich werde mich bei ſeiner Majeſtät über dieſen Leichtfinn beklagen.
— Ich warte, Monſeigneur, fuhr Legoff fort..
— Sie können ſich zurückziehen, antwortete Pontchar⸗ train, indem er ſich wieder an ſeine Arbeit machte.
habe
nich,


