Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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zu Gunſten Ihrer Großmuth noch Ihrer Dankbarkeit zeugt? Die Undankbarkeit iſt ein zu natürliches Gefühl, als daß man ſie ſtark tadeln könnte, nur darf ſie gewiſſe Grenzen nicht über⸗ ſchreiten, und nicht bis zur Rache geſteigert werden.

Bei dieſen von Mathurin ganz ruhig ausgeſprochenen Worten wurde der Bruder der Marquiſe de Maintenon ganz verwirrt. Er verſuchte es aber trotzdem ruhig zu erſcheinen.

In der That, Baron, entgegnete er mit erzwungenem Lächeln, ich denke ſchon nicht mehr daran!

Mein lieber d'Aubigné, fuhr Mathurin mit vollkom⸗ mener Gutmüthigkeit fort, behalten Sie die fünf Tauſend Louisd'or, die Ihnen vom Himmel gefallen find, und denken Sie nicht daran, Meuchelmörder zu bezahlen, deren Bemühungen ohnedies vergebens wären! Man ermordet nicht einen Men⸗ ſchen, der mit Millionen gepanzert iſt.

Parbleu, rief d'Aubigné, indem er von ſeinem Fau⸗ teuil aufſprang, und wie wahnſinnig im Zimmer auf- und ab⸗ lief, Baron Legoff, Sie müſſen ein Zauberer ſein! Möge mir Ihr Schutzpatron der Teufel den Hals ſagleich umdrehen, wenn ich es je verſuche, den Kampf mit Ihnen aufzunehmen. Ich will mich lieber Ihrer Großmuth anvertrauen als Ihrer Macht trotzen. Ich gebe mich gefangen; befehlen Sie, ich gehorche.

Tauſend Dank, lieber Graf, für dieſe freundſchaft⸗ lichen Worte, antwortete Mathurin, der ſich nun ebenfalls erhob und auf die Thüre zuging; er grüßte leicht, und entfernte ſich ohne weiter ein Wort zu ſagen.

DAubigné ſchlief die ganze Nacht nicht. Am andern Morgen erhielt Mathurin die Einladung zu einer Audienz bei Pontchartrain, die an demſelben Tage ſtatthaben ſollte.

Als der Baron Legoff wir laſſen dem Roßkamm die⸗ ſen Namen bis zu weitern Aufklärungen in das Cabinet des Miniſters trat, ſchien Pontchartrain, der mit dem Leſen