Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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den, mir auch bei Ihrer Schweſter der Marquiſe de Maintenon Zutritt verſchaffen müßten.

Ah, Sie wollen auch die Königin beſuchen, Baron Legoff, rief d'Aubigné mit einem Unmuth, den er nicht verbergen konnte. Meiner Treue, ich verabſcheue es, meine Familie zu mißbrauchen. Sie werden mich daher unendlich verpflichten, wenn Sie anderswo Jemanden ſuchen, der Sie zu meiner Schwe⸗ ſter führt.

Sie ſind mir in jeder Beziehung viel zu anſtändig, lieber Graf, als daß ich daran dächte, mich an Jemand Andern zu adreſſiren. Apropos! habe ich Sie ſchon gefragt, was Sie von der Fruchtbarkeit des öſterreichiſchen Bodens halten?

Bei dieſemApropos ward d'Aubigné verwirrt; aber er ſchien ſich bald wieder zu faſſen und ſagte:

Parbleu, Herr Baron, laſſen Sie doch den öſterrei⸗ chiſchen Boden und ſeine Fruchtbarkeit, und die Granate, welche die ſchönſte der Blüthen, wie die Orange, welche die ſchönſte der Früchte iſt, aus dem Spiele! Ich weiß, daß Sie einer der Unſeren ſind! Machen wir's nicht wie die Kinder, die ſich ver⸗ brennen, wenn ſie mit dem Feuer ſpielen wollen. Und welchen Vortheil glauben Sie gibt Ihnen die Kenntniß dieſes Geheim⸗ niſſes? Glauben Sie vielleicht, mich in Ihrer Gewalt zu haben?

Gewiß, antwortete der Baron Legoff ruhig, ich habe Sie in meiner Gewalt.

Parbleu! Sie ſcherzen. Möchten Sie ſich wol deut⸗ licher erklären?

Das iſt ja klar! Sie verſchwören ſich, wenn nicht ge⸗ gen die Perſon, doch gegen die theuerſten Intereſſen des Königs; ich kenne Ihre Pläne, und kurz: ich kann Sie in's Verderben ſtürzen.

Und wenn Sie das famöſe Wort geſprochen haben, werde ich ohne Zweifel ſchweigen. Voll Erkenntlichkeit für Ihren

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