Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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Maintenon

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noblen Charakter, werde ich es vermeiden, Sie zu compromit⸗ tiren, nicht wahr? Sehen Sie, Baron Legoff, fügte d'Aubigné mit ſpöttiſchem Mitleid hinzu, Sie verſtehen ſich beſſer auf Geld⸗ geſchäfte als wie auf Politik. Verlegen Sie ſich bloß auf die Specialität der Geldgeſchäfte.

Mathurin lachte:

Wahrhaftig, Herr Graf, ich hätte nie gemeint, daß ein Mann, der ſo ſehr an die Intriguen des Hofes gewöhnt iſt, ein ſo ſchlechter Beobachter wäre. Was feiner iſt, entgeht Ihnen, Sie begreifen nur das Derbe, Handgreifliche; decken wir daher die Karten auf. Ich habe Ihnen eine enorme Summe geſchenkt, nicht wahr?

Sie wollen ſagen, anvettraut?

Erlauben Sie, wir ſind übereingekommen, die Karten offen auf den Tiſch zu legen, ich muß alſo ſagen: geſchenkt und nicht anvertraut. Was habe ich von Ihnen für dieſe fünf Tau⸗ ſend Louisdor verlangt, die Ihnen ſo gelegen kommen, da Sie heute Morgen im Spiel acht Hundert Piſtolen ſchuldig geblie⸗ ben ſind, zu denen Sie nicht den erſten Thaler beſitzen? Nichts, weder einen Dienſt noch einen Empfangſchein. Sie werden mir

aber doch zugeben, daß man, wenn man nicht ein Narr iſt, oder ein Menſch, der über dem Gewöhnlichen ſteht, Hundert fünf⸗ undzwanzig Tauſend Livres nicht zum Fenſter hinauswirft!

Ich geſtehe, Baron, ſagte d'Aubigné mit dem Aus⸗ druck ruhiger Ueberlegung, vor welcher ſein früherer Sarcasmus zurückgewichen war, ich geſtehe in der That, daß Ihnen Ihre Großmuth einen Vortheil über mich einräumt.

Nun wohl, da ich mich ſtark genug fühle, um nih nicht eines Vortheiles zu bedienen, ſo will ich Ihnen meine Großmuth erklären. Nichts iſt einfacher. Ich wollte Ihnen be⸗ weiſen, daß ich unermeßlich reich bin! Verſtehen Sie?

Meiner Treue nein, ich verſtehe Sie nicht.