Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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Nennen Sie ihn Schulfuchs, wenn es Ihnen beliebt; gerabe über ihn muß ich das Meiſte erfahren.

Pontchartrain arbeitet jeden Abend, und zwar manch⸗ mal bis eilf Uhr mit dem König, meinem Schwager. Dieſer Pontchartrain, der wie Sie wiſſen Seignelay's Nachfolger, iſt ein widerliches Original. Es macht ihm Vergnügen ſich Schwierig⸗ keiten zu ſchaffen, um ſie beſiegen zu können, er ſcheint die ge⸗ heime Abſicht zu haben die Marine zu Grunde zu richten. Sein größtes Vergnügen iſt, denjenigen unangenehm zu ſein die ſeiner bedürfen können, und man muß ihm die Gerechtigkeit widerfahren laſſen, daß ihm das vollſtändig gelingt. Er iſt der ſtrengſte Staatsmann in ſeinem Cabinet, den es jemals ge⸗ gegeben hat. Gegen ihn war Louvois, unangenehmen An⸗ denkens, die Sanftmuth ſelbſt. Uebrigens entſpricht Pont⸗ chartrain's Aeußeres der Liebenswürdigkeit ſeines Charakters. Stellen Sie ſich ein übermäßig langes von Blatternarben be⸗ decktes Geſicht vor, inmitten desſelben ein Paar große abſcheu⸗ liche Lippen, die dem Rachen eines Ungeheuers gleichen. Der letzte Zug von Schönheit, der ſeiner Anmuth die Krone aufſetzt, iſt, daß Pontchartrain ſchielt, und ein gläſernes Auge hat.

Und was ſeine Fähigkeiten betrifft, lieber Graf?

Er iſt nicht ohne Verſtand, er verſteht ſeine Sache ziemlich gut; haben Sie zu thun mit ihm?

Ach, ich zähle ſogar auf Ihre Güte, mir morgen bei ihm eine Audienz zu verſchaffen.

Eine Audienz für Morgen! wiederholte der Bruder der Madame de Maintenon lachend; glauben Sie denn, daß man über einen ſolchen Bären nach Belieben verfügen kann?

Ich beſtreite nicht, daß Sie in dieſer Sache

rigkeiten zu überwinden haben, erwiederte Mathurin kalt; i wünſche nur den Miniſter Pontchartrain morgen zu ſprechen.

Gut, entgegnete d'Aubigné mit einer Ergebenheit,

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