Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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— Wenn Sie die Güte hätten, mein Geld in Ihre Ver⸗ wahrung zu nehmen.

— Sehr wohl, ſagte d'Aubigné mit ernſter Miene; nach einer kleinen Pauſe fuhr er fört: Unter welchen Bedingungen, Herr Baron?

— Ich wiederhole Ihnen, Herr Graf, daß ich dieſe Sa⸗ che als Edelmann, und nicht als Philiſter abmachen möchte. Vor Allem, keine Schreiberei!

— Angenommen; ich haſſe Dinte und Feder! Aber um Vergebung, Sie haben bisher vergeſſen anzugeben, wie ſtark die Summe ſei, die Sie anlegen möchten.

— Fünf Tauſend Louisd'or, Herr Graf.

— Ein hübſches Sünmmchen, ſagte d'Aubigné mit erzwun⸗ gener Gleichgiltigkeit. Fahren Sie fort, ich bitte, Sie ſagten daß Sie keine Schreiberei wollen.

— Worüber haben wir uns denn noch zu verſtändigen?

— Vor Allem, wann das Geld zurückgezahlt werden müſſe, ferner mit welchen Intereſſen.

— Ah, lieber Graf, Sie machen da ein vollſtändiges Geldgeſchäft mit mir; in hätte von Ihnen ſo was nie erwartet.

— Wie! ich mache ein Geldgeſchäft?

— Gewiß, reden ſie denn nicht von Intereſſen? Können Sie, ein Edelmann, Generallieutenant, Gouverneur, Geld ſchwitzen? Pfui!

— Das iſt wahr, ſagte d'Aubigné. Dieſe Art mich aus⸗ zudrücken habe ich dem Umgang mit meinem Schwager zu ver⸗ danken. Beruhigen Sie ſich— keine Intereſſen— angenom⸗ men. Bleibt noch übrig, die Zeit det Rückzahlung feſtzuſetzen.

— Beſtimmen wir dreißig Jahre, wenn Sie's erlauben, lieber Graf.