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nicht aus Neugierde ſtelle. Herr Graf, alle Welt kennt die eben ſo ſchändliche als unerklärliche Sparſamkeit, deren ſich Lud⸗ wig XIV. gegen Sie befleißt.
— Reden Sie nir davon nicht, theurer Baron, unter⸗ brach ihn d'Aubigné ſeufzend; man ſollte wahrhaftig meinen, mein theurer Schwager halte nichts auf die Ehre einer Verbin⸗ dung mit mir.— Zum Teufel, meine Schweſter könnte, was die Vorzüge der Geburt betrifft, auch ſonſt hohe Anſprüche machen.
— Und, wenn ſein Stolz nicht im Spiele iſt, muß er ein großer Geizhals ſein.
— Ach, Sie errathen den Charakter meines Schwagers
nur zu wohl; nur die Scham hält mich zurück, denn es wäre unanſtändig, Familienſpaltungen der Welt bloßzugeben; ſonſt hätte ich meinem Schwager ſchon längſt den Kopf gewaſchen. Nun, theurer Baron, laſſen Sie mich Ihre Frage hören!
— Ihre Offenherzigkeit erleichtert mir die Sache; be⸗ finden Sie ſich in dieſem Augenblick nicht ein wenig in Geld⸗ verlegenheit, theurer d'Aubigné?
— Ein wenig! Sie ſind ein großer Optimiſt! Sagen Sie in ſchauderhafter, qualvoller Geldverlegenheit, und Sie werden noch immer nicht genug geſagt haben.
— Ich hingegen bin im Beſitz gewiſſer Capitalien, mit denen ich nichts anzufangen weiß und die ich gern anlegen möchte.
— Ach, Sie wollen Ihr Geld anlegen? fragte d'Aubigné mißvergnügt.
— Ich habe wohl einen Augenblick daran gedacht, ent⸗ gegnete der angebliche Legoff, mich an irgend einen Schelm von Finanzier zu wenden, aber ich geſtehe Ihnen, daß mir dieſe Gattung Leute zuwider iſt, und ich habe beſchloſſen, dieſe An⸗ gelegenheit als Edelmann mit einem Edelmann abzumachen.
— Eine vortreffliche Idee! rief d'Aubigné, deſſen Ent⸗
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