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geſchmacklos, und zweitens würden Sie ſich dadurch die De⸗ müthigung zuziehen, ſich bei mir entſchuldigen zu müſſen. Reden wir freundſchaftlich miteinander. Sagen Sie mir, lieber Graf, glauben Sie nicht, daß der Boden Oeſterreichs jeder Cultur fähig iſt?
Auf dieſe Frage, die ganz außerhalb des Geſpräches lag, die durch nichts begründet ſchien, und auf welche Mathurin einen beſondern Nachdruck legte, erblaßte der Graf d'Aubigné trotz ſeiner großen Unverſchämtheit und wurde ſichtlich unruhig.
— In der That, Baron, antwortete er nach kurzem Stillſchweigen, Gott ſegnet die Bemühungen des Landmannes, der ſein Feld gewiſſenhaft bebaut.
— Die Orange, Herr Graf, iſt köſtlicher als alle Früchte.
— Und die Granate, Herr Baron, die ſchönſte von allen Blüthen, fügte d'Aubigné hinzu, deſſen Bläſſe zunahm.
— Herr Graf, Sie ſind wirklich der beſtunterrichtete Mann, den ich kenne. Ich kann Ihnen nicht ſagen, welch' ein großes Vergnügen ich darin finde, mich mit Ihnen zu unterhalten! Wären Sie jetzt nicht ſo gütig ausſpannen zu laſſen?
— Wie Sie wünſchen!— Der Graf klingelte, und gab einem Bedienten Befehl ausſpannen zu laſſen.
— Jetzt, ſagte Mathurin, da uns nichts mehr zur Eile drängt, erlauben Sie mir, Herr Graf, unſere Unterhaltung mit einet Frage zu beginnen, die ganz außerhalb der Intereſſen liegt, welche wir ſogleich beſprechen werden.
— Laſſen Sie hören, entgegnete der Graf, der eine Leichtigkeit des Tons und der Manieren affektirte, die im gegen⸗ wärtigen Augenblick fern von ihm war, wie ſehr ſie ihm auch ſonſt zu Gebote ſtand.
— Meine Frage iſt vielleicht ein wenig indiscret; ſchrei⸗ ben Sie ſie aber nur dem lebhaften Intereſſe zu, das Ihre Verdienſte mir einflößen, und ſeien Sie überzeugt, daß ich ſie


