Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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Der Diener hatte einen ſo kräftigen Akt gewiß nicht er⸗ wartet und machte ſich, ſobald er aufgeſtanden war, ſo ſchnell als möglich davon.

Es war keine Minute vergangen, ſo war er wieder zurück.

— Wollen ſich der Herr Baron die Mühe nehmen, mir zu folgen! Der Herr Graf erwarten Sie.

Der Roßkamm, der trotz der energiſchen Behandlung, welche er dem Bedienten hatte angedeihen laſſen, das gutmüthige und ruhige Ausſehen, das wir an ihm bereits kennen, nicht im Mindeſten verloren hatte, nickte bejahend und ging hinter ſeinem Führer her. Im erſten Stock öffnete der Diener die beiden Flü⸗ gel einer mit Sammet überzogenen Thüre, und rief:

— Der Herr Baron Legoff!

Dann entfernte er ſich.

Das Zimmer, in welches Mathurin— oder der Baron Legoff— eintrat, war mit außerordentlicher Koſtbarkeit möblirt; übrigens fehlte dem Luxus wegen der Unordnung, welche da herrſchte, die Würde.

Vor einem mit untereinander geworfenen Papieren be⸗ deckten Tiſch ſaß ein Mann in koſtbarem aber zerrütteten Anzug; das Geſicht dieſes Mannes, der ungefähr ſechzig Jahr alt war, bot ein auffallendes Gemiſch von Schlauheit, Sorglofigkeit, Gutmüthigkeit, Hochmuth und Unverſchämtheit.

Als er den Baron Legoff eintreten ſah, erhob er ſich von ſeinem großen Fauteuil, grüßte unſern alten Bekannten und begann ſogleich das Geſpräch.

— Mein Diener hat mir von der etwas barſchen Weiſe erzählt, mit welcher Sie, Herr Baron, Ihren Einlaß erwirkten. Habe ich vielleicht die Ehre vor einem meiner Gläubiger zu ſtehen?

— Keineswegs, Herr Graf, antwortete Mathurin, aus⸗ genommen etwa, daß Einer meiner Agenten, was übrigens leicht ſein könnte, einige Ihrer Schulden an ſich gebracht hätte.