Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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DiePatrouille näherte ſich; es warkeine Minute zu verlieren.

Alain faßte ſeinen Entſchluß ſchnell, er ſteckte den Geld⸗ beutel in den Gürtel, ließ den unglücklichen Tuchhändler halbtodt vor Schrecken liegen, und ſtürzte aus Leibeskräften auf's Ge⸗ radewohl fort. Eine halbe Stunde rannte der Bretagner mit derſelben Schnelligkeit, endlich ſank er matt, athemlos, und mit blutunterlaufenen Augen auf den Boden. Ohne es zu wiſſen war er über eine Brücke gekommen.

— Ich kann hier eben ſo gut bleiben, wie anders wo, ich werde da den Tag erwarten.

Es war damals nahe an Mitternacht; bis vier Uhr, als die Sonne ſtrahlend aufging, blieb Alain liegen, und weinte fortwährend wie ein Kind, er ſchämte ſich ſeines Benehmens.

— Dennoch, ſagte er, konnte ich nicht zugeben, daß ſich mein Herr um die Seligkeit bringe!— Und dann ladet mich dieſer Buhot ohne mich zu kennen zum Speiſen ein; er wieder⸗ holt mir hundertmal, daß er den Tag nicht um zwanzig Thaler hingäbe, und gibt mir ſeine Adreſſe; gewiß, es iſt meine liebe heilige Jungfrau von Auray, die mir ihn ſchickte um mich aus der Verlegenheit zuziehen. Wenigſtens habe ich es ſo verſtanden. Ja, wenn ich mich aber getäuſcht hätte.— Am Ende wird man dieſem Buhot ſeine Thaler zurückgeben!— Und hätte er ſie ohne mich nicht im Spiel verloren?

Mit Tagesanbruch erhob ſich Alain, und machte ſich auf den Weg. Er war nahe der Baſtei, die zum Thor de la Confe⸗ rence führt, das heißt einige Schritte von den Tuilerien.,

Alain getraute ſich nicht nach dem Weg zu fragen, und ging gerade fort, bis er eine Kirche ſah; da ging er hinein.

Er kniete in einer dunkeln Ecke hinter einem Pfeiler nie⸗ der, bekreuzte ſich andächtig, und murmelte:

— Heilige Jungfrau von Auray, Du weißt, was in die⸗ ſer Nacht vorgegangen iſt, genire dich nicht mich zu beſtrafen,

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