ſchaft des Spieles beſeſſen waren. Das Beiſpiel, das von oben gegeben wurde, hatte bald ſeine traurigen Folgen. Bürger, Rentiers, Künſtler, Abbé's, Soldaten verſuchten mit Wuth das Glück der Hazardſpiele. Es gab kein Haus, wo man nicht Kar⸗ ten und Würfel in ſolcher Anzahl hielt, daß ſelbſt die größten Geſellſchaften damit verſehen werden konnten. Man darf ſich da⸗ her nicht wundern, wenn der Tuchhändler Buhot, um ſeinem gu⸗ ten Tag die Krone aufzuſetzen, eine Würfelpartie vorſchlug.
Da andererſeits der brave Mann dem Zuſtand der Trunken⸗ heit ſehr nahe war, und mit ſeinen Piſtolen und Thalern in der Taſche klapperte, ſo erhoben ſich zugleich zehn Perſonen und boten ſich zu der Partie an.
Alain lehnte mit halbgeſchloſſenen Augen und die Hände über den Bauch gefalten an der Wand und ſchien in einen Halb⸗ ſchlummer voll Reiz und Seligkeit verſunken zu ſein; auch ſchenkte er dem, was rings um ihn vorging, gar keine Aufmerkſamkeit.
Sobald aber das Spiel im Gange war und die Thaler auf dem Tiſche zu tanzen anfingen, richtete Alain ſeinen Körper auf, rieb ſich die Augen, und ſchien an der Partie lebhaften An⸗ theil zu nehmen.
Buhot hatte Anfangs Glück, oder beſſer, man ließ ihn Glück haben; aber bald wandte ſich das Blatt, und in fünf Minuten verlor er Alles, was er in einer Viertelſtunde gewon⸗ nen hatte.
— Freund, murmelte ihm Alain in's Ohr, ich glaube, wir thäten wohl daran, wenn wir fortgingen.
— Fortgehen mitten in einer Partie, nie!— rief Bu⸗ hot, hältſt Du mich denn für einen armen Schlucker, oder für Einen, der nicht zu leben weiß?
— Ich bemerke etwas, entgegnete Alain ihm leiſe, was nicht zu Euren Gunſten iſt, Freund Buhot, und was mir eine ſchlechte Idee gibt von dem, was vorfallen wird.


