räu⸗ ngs⸗ ſein „als ſeine roßen ahre
elſen
euro⸗ den; arſ⸗ r uf nach⸗ ver⸗ undes velche Die leicht⸗ ndſten onk⸗
erklären zu müſſen glauben. Mit einer Treue, die gegen ihr anmutiges Sichgehnlaſſen abſticht, macht die Creolin aus ihrer Liebe ihre Religion; mit der Selbſtverläugnung der Sklavin verbindet ſie die verſtändige Hingebung des Weibes; ſie kann einen Thoren lieben, ohne zu merken, daß ſie ihm überlegen iſt, und eine einzige ſüße Täuſchung genügt ihr für das ganze Leben.
Nun— ſo erkläre ich mir den Irrthum der Reiſenden, die wirklich Reiſen gemacht haben— ſtelle man ſich eine Creo⸗ lin vor, die am Beginn ihres Lebens unwürdiger Weiſe ge⸗ täuſcht worden iſt: ſie hört auf, ein Weib zu ſein, ſie wird eine Tigerin an Wuth, einmal aus ihrem ſanften, ſorgloſen Weſen herausgeriſſen, unterſcheidet ſie nicht mehr zwiſchen Gut und Böſe; ſie muß ſich rächen und ſollte darüber die Welt zu Grunde gehen, dann geht ſie auf ihr Ziel los, grade aus, Alles, Fa⸗ milie, Religion, Dankbarkeit, Tugend mit Füßen tretend, wenn es ſie auf ihrem Wege hindert. Aber, wie geſagt, eine ſolche Creolin bildet eine Ausnahme, und es wäre ſehr Unrecht, in ihr die echte Ereolin zu ſehen. Doch kehren wir zu Nativa zurück.
Die Flechten ihres ſchwarzen, feinen, ſehr glänzenden und dichten Haares hingen herab und bildeten um ihr Geſicht einen vollkommen ovalen Rahmen; man kann ſich nichts denken, was ſo verſtändig, ſo ſanft und ſo energiſch zugleich wäre, wie der Blick dieſer Augen mit ihrem dunkeln ſammtartigen Blau; ihre Naſe war tadellos geſtaltet, und hatte keine jener feinen Kanten, welche oft die hübſcheſten Geſichter entſtellen und ihnen den Ausduck von Entſchloſſenheit und Härte geben, die mit der weiblichen Schüchternheit und Schwäche, dieſen beiden unwider⸗ ſtehlichen Grazien, in Widerſpruch ſtehen.
Ihr Mund war der eines Kindes; nur hatten ihre Lip⸗ pen ein ſo lebhaftes Roth und ſo ſchwellende tadelloſe Formen, wie ſie der Kindheit nicht eigen ſind.
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