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— Pah, die Nacht iſt zu finſter und der Blitz zu flüchtig, als daß die Kugel dieſer Muskete, die übrigens auch ein Boots⸗ haken ſein kann, mich erreichen könnte, erwiderte Morvan ſorglos.
— Ohe! Ihr unten im Kanot, rief in dieſem Augenblick der von Alain bemerkte bewaffnete Mann vom Felſen herunter; ohe! Ihr unten im Kanot, glückliche Reiſe, wenn Euch ein Unglück paſſirt, ſo vergeßt nicht, daß heute Freitag iſt.
Dieſe Worte brachten auf den Ritter de Morvan und auf deſſen Diener einen ſolchen Eindruck hervor, daß der erſtere das Steuer und der andere ſein Ruder losließ, ſo daß die Barke von einer ungeheuren Woge gehoben, beinahe umſchlug, und ſich halb mit Waſſer füllte.
— Wenn Ihr ſo zu Werke geht, ſagte Mathurin mit der ruhigſten Stimme, ſo iſt es unnütz, daß Ihr weiter daran denkt, Jemanden Hilfe zu bringen; ich bin vielmehr der Mei⸗ nung, wir ſollten nach dem Lande zurückkehren.
— Es iſt doch wahr! es iſt heute Freitag, ſagte Alain, erdrückt von dieſer ſchauderhaften Entdeckung.
— Schwachkopf! verſetzte Mathurin, biſt Du alſo zwei⸗ undfünfzig Mal des Jahres unglücklich? Nein! Alſo was be⸗ klagſt Du Dich über den Freitag.
— Ah! was bin ich doch für ein dummes Vieh! rief Alain ſogleich wieder mit Freude. Ich vergaß, daß ich eine Münze mit dem Bilde der heiligen Jungfrau von Auray um den Hals trage. Dieſe Medaille iſt mächtiger als der Freitag; man hat niemals erfahren, daß Einem, der ſie beſitzt, ein Unglück widerfahren ſei.
Alain, der durch dieſen Gedanken neu belebt war, und der Ritter de Morvan, der in Mathurin's Gegenwart keine
Schwäche zeigen durfte, nahmen der Eine ſein Ruder, der An⸗ dere das Steuer wieder zur Hand, und die Barke begann auf den Wogen zu tanzen.
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