Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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— 3

erfüllen meinen Wunſch. Dank, heilige Jungfrau von Auray, ich werde Dir das vergelten...—

— Alain! rief Morvan, der an der Thüre horchend eben einen zweiten Kanonenſchuß vernommen hatte, ſchnell die Ruder zur Hand, Burſche! Ein Schiff gibt Nothſignale!.... Ge⸗ hen wir!

— Jetzt geh'n, ſagte der Bretagner traurig; aber da könnten wir ja uns lieber gleich kopfüber in die Mönchsgrube ſtürzen, wenn wir bei dem Wetter auf die See wollen.

— Wenn Du Dich fürchteſt, Alain, ſo kannſt Du zurück⸗ bleiben.—

— Bei meiner Seligkeit, ja, ich fürchte mich.

— Du fürchteſt Dich erſtens zu ertrinken, zweitens Le⸗ gallec zu begegnen, der ſich vielleicht unſerer Einſchiffung wider⸗ ſetzen wird.

— Ich mich fürchten vor Legallee! ah nicht deßwegen; habe ich ihm denn nicht vier Zähne in den Hals geſchlagen!

Die Erinnerung an ſein heutiges Gebet, als er der hei⸗ ligen Jungfrau von Auray ſeine Wachskerzen opferte, brachte ihn nun auf den Gedanken, das bedrängte Schiff ſei vielleicht das Mittel, deſſen ſich ſeine heilige Schutzpatronin bediente, um ihm Gelegenheit zu bieten, dem Legallec das Rückgrat zu zerbrechen; und voll Enthuſiasmus ſtürzte er auf die ſchweren Ruder, welche in einer Ecke der Küche ſtanden, lud ſie auf ſeine Schultern, und wandte ſich an ſeinen Herrn mit den Worten:

— Ich bin bereit, Herr Ritter, geh'n wir!

— Laß mich zuvor meine Piſtolen und meinen Mantel nehmen, ſagte Morvan, der ſchnell die Treppe emporſtieg, und ebenſo ſchnell zurückkam, jetzt, auf den Weg!

Der Roßkamm Mathurin, der ſich bisher nicht gerührt hatte, verließ nun ſeinen Platz, und ſprach, indem er ſich vor ſeinem Wirthe tief verneigte, mit ernſtem Tone:

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