Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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blaß vor Ausbruch ich Euch

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tichtigen⸗ er Küche⸗

rin, in⸗

das Euch

erwartet, Eurer Nachſicht. Ich bitte Euch, nicht zu vergeſſen, daß Ihr mir unvorhergeſehen gekommen ſeid. Der Roßkamm drückte dem Edelmann gutmüthig die Hand

und ſetzte ſich ſchweigend nieder; Alain nahm nach bretagniſcher

Sitte ſeinen Platz am obern Ende des Tiſches ein.

Der erſte Gang war unter tiefem Stillſchweigen verzehrt; vergebens hatte ſich Morvan zwei oder dreimal bemüht, das Ge⸗ ſpräch einzuleiten; Mathurin vernahm die Worte des jungen Mannes jedesmal mit einem zuſtimmenden Nicken, begleitet von gutmüthigem Lächeln; aber er ſprach kein Wort.

Ziemlich übler Laune, weil ſeine Bemühungen vergebens waren, machte ſich Morvan daran das vor ihn hingeſtellte kalte Fleiſch zu zerlegen, als Alain, der eben beſchäftigt war einen großen Napf mit Brühe von Heidekorn zu leeren, ſich im Eſſen unterbrach, und ſeinen Herrn erſchrocken anblickend, fragte:

— Habt Ihr gehört, Herr Ritter?

— Dieſen letzten Donnerſchlag? Ja wol! aber wozu

dieſe Frage?

— Zu nichts, ſagte Alain, indem er den Kopf wieder halb in ſeinen Napf ſteckte.

— Zeigt dieſer Donnerſchlag das Ende oder die Erneu⸗ rung des Gewitters an? Wie meinſt Du?

— Ich, Herr Ritter, ich meine gar nichts, antwortete Alain, einen großen Löffel voll Brühe hinabſchlürfend. Ich habe nur geredet, um zu reden.

— Kaum war eine Minute verfloſſen, als der Ritter, indem er ſeinen Teller von ſich ſtieß, dem Lärm des Gewitters

mit beſonderer Aufmerkſamkeit zu horchen ſchien.

— Aber das iſt nicht Donner! rief er haſtig ſeinen Sitz verlaſſend und nach der Thüre eilend, das ſind Kanonenſchüſſe. — Ich wußte es, murmelte Alain, meine Wachslichter

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