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unterirdiſche Höhlen gibt, und jenes Geheule kommt von den hinabſtürzenden Meereswogen, die unten einen Ausgang ſuchen.
— Ich ſtaune, daß Ihr, ein Bretagner, einer Natur⸗ erſcheinung eine natürliche und logiſche Erklärung gebt, ver⸗ ſetzte der Fremde mit unmanierlichem Gelächter; denn man muß geſtehn, daß ihr Armorikaner abergläubiſch ſeid bis zur Lächerlichkeit.
Der Ritter de Morvan mußte ſich, um auf dieſe Worte nicht nach Gebühr zu entgegnen, die Pflichten in Erinnerung bringen, die ihm in ſeiner Eigenſchaft als Gaftfreund oblagen, indeß konnte er nicht umhin, den Mann, der für ſeine Gaſt⸗ freundſchaft ſo wenig erkenntlich war, genauer zu beobachten, als er es bisher gethan hatte.
Ungefähr im Alter von fünfzig Jahren, und gekleidet wie es die wohlhabenden Pächter und Kaufleute im 17. Jahr⸗ hundert waren, bot der Fremde in ſeiner Erſcheinung nichts Auffallendes darz er war ſonnverbrannt, ſein Blick zeigte den allergewöhnlichſten Verſtand, ſein großer etwas viereckiger Kopf ſtand auf einem Stiernacken, ſeine dicke Geſtalt, wenigſtens ſchien ſie es unter dem weiten Wamms, war nicht höher als
fünf Schuh; ſein Geſicht bartlos. Der Geſichtsausdruck des
Fremden war mehr ſanft und luſtig, als frech und grob, wie ſein Geſpräch es eigentlich vermuthen ließ.
— Das iſt ein braver ſchlecht erzogener Mann, ſagte Morvan zu ſich ſilber, ich würde übel daran thun, wollte ich mich über ſeinen Mangel an Taet aufhalten.
— Der Fremde erhob ſich, ohne die Prüfung zu ahnen, deren Gegenſtand er war, von ſeinem Stuhl, und vertrieb ſich die Zeit damit, indem er im Salon auf und ab ging, und gelegentlich vor jedem Möbel, vor jedem einzelnen Gegenſtand ſtehen blieb.
— Parbleu! mein theuerer Wirth, rief er, vor einer


