Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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Im Eintreten warf er einen flüchtigen Blick um ſich, grüßte ſodann den Ritter leicht, und ſagte, indem er ihm ſeine triefenden Kleider zeigte:

Ich dachte, mein Herr, daß der erbärmliche Zuſtand, in dem ich mich befinde, genügen werde, mich bei Euch einzu⸗ führen, und hier bin ich.

Dieſe derbe Manier ſich einzuführen überraſchte den Ritter; indeß ließ er ſein Erſtaunen nicht merken, und be⸗ gnügte ſich, mit kalter Höflichkeit zu antworten:

Ihr habt keine Einführung nöthig, mein Herr; ich betrachte es als Pflicht und Ehre zugleich, mein Haus Den⸗ jenigen zu öffnen, die bei mir Gaſftfreundſchaft ſuchen.

Eine Pflicht, wohl; aber eine Ehre, das iſt eine andere Sache, ſagte der Fremde, indem er ſeinen vom Regen durchtränkten Filzhut ſchwenkte. Ihr lauft Gefahr mitunter ſchlechte Geſellſchaft zn empfangen. Uebrigens wird die Gegend von Penmark von Fremden ſo wenig beſucht, daß Ihr wohl

ſelten Gelegenheit haben müßt, Eure Großmuth in Anwendung

zu bringen. Was für ein ſchreckliches Gewitter! Erlaubt Ihr, daß ich mich niederſetze? Man möchte glauben, das Chaos komme wieder... Horch! Woher kommt jener dumpfe Ton, der die Wuth der Wogen und des Sturmes übertönt?

Von der Mönchsgrube, antwortete Morvan mit einem Anflug übler Laune; denn die Ungenirtheit und das ge⸗ meine Benehmen ſeines Gaſtes begannen ihn uhgeduldig zu machen.

Waos iſt das, die Mönchsgrube?

Ein natürlicher Brunnen zwiſchen den Felſen, am Eingang von Penmark, den das Meer bei ſteigender Fluth an⸗ füllt. Der Sage nach wäre ein Mönch dort hinein geſtürzt, als er ein Mädchen verfolgte, und ſeitdem ſtöhnt und ſeufzt er, ſo oft ein Gewitter naht. Die Wahrheit iſt, daß es dort große

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