Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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Alters, und du, mein grenzenloſer Ehrgeiz, die ihr mich nach⸗ einander berauſcht und niedergeworfen habt, habt ihr es nicht auf einen Schiffbruch meiner Seele abgeſehen? Wie viel habe ich nicht ſchon gehofft und geduldet! Aber der entfeſſelte Ozean kann wenigſtens Spuren ſeines Zornes hinterlaſſen; während ich, erdrückt von der Niedrigkeit meiner Stellung, von meinem Alleinſein, nicht einmal mächtig genug bin für das Schickſal des letzten der Menſchen von Gewicht zu ſein; ich bin in der Geſellſchaft, was ein Sandkorn in der Schöpfung, ein Atom ohne Beſtand! Welches menſchliche Weſen beſchäftigt ſich mit meinem Leben? Wer würde meinen Tod beweinen? Niemand! Und doch bin ich fähig mit Leidenſchaft zu lieben und zu haſſen! Ich fühle in mir die unbezwingliche Macht, die Unbekannte aus der Menge hervorragen läßt und ſie zur Macht führt. Ja, aber ich bedarf eines Anhaltspunkts, einer Ermuthigung, eines Raths. Und wer intereſſirt ſich für mich? Ich wiederhole es, Niemand!

Der Ritter de Morvan murmelte eben dieſe letzten Worte, als ein heftiger Schlag an die Thüre ſeines Hauſes ihn erbeben machte. Abergläubiſch, wie die meiſten Bretagner, glaubte er, die Vorſehung Kntworte ihm auf ſeine Wünſche, und ſchicke ihm den Freund, nach welchem er ſich ſehnte.

Er ſah daher Alain nicht ohne ein gewiſſes Herzpochen eintreten.

Herr, ſagte dieſer, ein Fremder bittet um Herberge für ſich und ſein Pferd.

Bringe das Pferd in den Stall, und ſage dem Frem⸗ den, daß ich ihm zu Befehl ſtehe... doch nein, halt... es ſchickt ſich beſſer, daß ich ihn ſelber empfangen gehe.

Es iſt unnütz Euch weiter zu bemühen, denn da kommt er eben ſelbſt herauf.

In der That hatte der Diener ſeine Worte kaum been⸗ digt, als der uns ſchon bekannte Reiter in den Salon eintrat.

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