Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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Mann, der wie Ihr auf ſeinem Wege Thaler ausſtreut, ſollte

gar nicht in dieſe Gegend kommen.

Oh, ich kenne die gaſtfreundlichen Sitten der Pen⸗ marker vom Hörenſagen, antwortete der Unbekannte, bei dem Alains Worte gar kein Bedenken zu erregen ſchienen. Ich werde auf meiner Huth ſein.

Ein heftiger Donnerſchlag unterbrach nun das Geſpräch der beiden Männer, und ſie trennten ſich, der Eine um wahr⸗ ſcheinlich eine Unterkunft zu ſuchen, der Andere um zu ſeinem Herrn zu eilen.

Da der Bretagner in die Wirkſamkeit ſeiner Wachslichter

volles Vertrauen geſetzt hatte, ſo war er gar nicht überraſcht, als ihm ſein Herr am Strande ſagte, er habe kein Schiff geſe⸗ hen, und ſie würden auch deßhalb nicht die Barke beſteigen. Algin war voller Freude und dachte, wenn ſein erſter Wunſch ſo ſchnell in Erfüllung ging, das werde auch mit dem zweiten der Fall ſein, und der Sturm werde in dieſer Nacht reichlich Trümmer an den Strand treiben; er beeilte ſich daher das Haus vor dem Ausbruch des Wetters zu erreichen. Große Regen⸗ tropfen, die in ungleichen eiträumen niederfielen, verkündeten, daß es bald losbrechen werde.

In der That, kaum hatten der Ritter de Morvan und ſein Diener die Schwelle ihres Hauſes überſchritten, als das Ge⸗ witter mit unerhörter Stärke losbrach; es war damals ſechs Uhr. Louis de Morvan ſtand am Fenſter ſeines Salons und blickte mit traurigen melancholiſchen Augen auf das zugleich er⸗ habene und ſchreckliche Schauſpiel des wüthenden Meeres hin; die Gedanken des jungen Mannes waren düſter.

Dieſes Meer, ſagte er halblaut und zu ſich ſelber, iſt das Bild meines Herzens; es iſt vom Hauch des Sturmes ge⸗

hoben, wie mein Herz vom Hauch der Leidenſchaften. Ihr un⸗

ſinnigen Träume, ihr tollkühnen Projekte, ihr Wünſche meines

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