Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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Alain, obwol durch dieſe Worte innerlich irre geworden, wollte nichts deſto weniger ſeine Rolle fortſetzen; er nahm noch mehr die Miene der Blödheit an, ſtierte noch dümmer drein, und ſtellte ſich als ob er kein Wort von dem verſtanden hätte, was der Fremde zu ihm ſagte..

Bei dieſer Gebärde brach der Reiter in helles Lachen aus, zog aus ſeinem Bruſtlatz einen Thaler, und reichte ihn, ſich auf dem Sattel vorbeugend, Alain hin, der ihn nach kurzer Un⸗ entſchloſſenheit mit der äußerſten Lebhaftigkeit annahm.

Ach, ich ſehe, daß Dir der Verſtand zurückkömmt, ſagte der Reiter.

Was wollt Ihr noch? fragte Alain mit barſchem Ton, und ſchickte ſich an, ſeinen eiligen Lauf wieder fortzuſetzen.

DeinNoch gefällt mir außerordentlich, Burſche; ich will nicht viel, Du ſollſt mir nur, wie geſagt, auf einige un⸗ bedeutende Fragen antworten.

Und dafür gebt Ihr mir einen Thaler! Wenn das Euer Wille iſt, ſo redet, ich höre Euch an.

Du biſt aus dem Dorfe Penmark, und kennſt ohne Zweifel den Ritter Louis de Morvan; nicht wahr?

Ja, ich kenne den Ritter de Morvan, wie alle Welt ihn kennt, antwortete er nach kurzem Stocken.

Ganz wol; und was iſt er für ein Menſch?

Er iſt ein Menſch wie alle Menſchen ſind.

Mit ſolchen Antworten kommſt Du ganz gewiß nicht in Gefahr, Dich zu verreden.

Dam! was wollt Ihr! Ich antworte, wie Ihr fragt. Ich begreife nichts, als worauf man die Finger legt! Ich habe

Eile, ich muß Euch verlaſſen.

Du thuſt nicht Recht, antwortete ganz ruhig der Fremde, ich wollte Dir eben einen zweiten Thaler geben.

Gut, ſo gebt mir ihn, ich habe noch Zeit, ihn zu nehmen.