Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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unter die Beine zu gerathen; dennoch ſtieß er ſo heftig an das

lich ſtille halten, um nicht einem Pferde, das ihm entgegen kam,

Pferd, daß es ſcheu zur Seite ſprang, und den Mann, welcher

darauf ſaß, beinahe abgeworfen hätte. Der Reiter und Alain ſtießen zu gleicher Zeit einen Zornruf aus. Jeder glaubte ſich über den andern beklagen zu müſſen.

Dummes Vieh, rief der erſtere, den Zügel wieder er⸗

greifend, indem er dabei einen Blick auf den Bretagner warf.

Ungeſchickter! brummte Alain, indem er ſich die Schul⸗ ter, mit der er an das Pferd geſtoßen war, rieb.

Ich glaube, Gott verzeih' mir's, Du beklagſt Dich noch, Du Schurke! rief der Reiter, und fuhr mit der linken Hand nach dem Gürtel, in welchem ſeine Piſtolen ſtaken.

Alain beſaß, wie alle Bretagner, einen verſtändigen Muth, wenn ich mich dieſes Ausdruckes bedienen darf; bevor er handelte, ſah er erſt, ob er auch einen Erfolg hoffen könnte. Fehlte ihm dieſe Ausſicht, ſo duckte er ſich und wartete geduldig die Stunde der Vergeltung ab, ſicher, daß er, wenn dieſe Stunde ſchlägt, ſeinen Zorn noch eben ſo friſch und lebhaft in ſeinem Herzen vorfinden werde, als da er darin erwachte.

Wie er alſo ſah, daß der Reiter den glänzenden Kolben einer ſeiner Piſtolen hervorzog, ſo bedachte er ſogleich, daß ihm da ſein Penbas lein mit Eiſen beſchlagener Stock) von keinem großen Nutzen ſein könne; er dämpfte daher das Feuer ſeines Blickes, nahm die Miene eines blöden Tölpels an, und gaffte ſeinen Gegner mit weitgeöffneten, ausdrucksloſen Augen an. Dieſer lächelte.

Burſche, ſagte er, den Ton ändernd, ich ſehe, daß Du ein Bretagner von reinem Blute biſt. Es nützt Dir nichts, daß Du Dich ſtellſt, als ob Du mich nicht verſtändeſt. Ich kenne dieſe Verſchmitztheit, reden wir lieber freundlich mit einander. Ich habe mehrere Fragen an Dich zu richten.

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