Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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vans baufälligem Haus eine Viertelmeile entfernt war, ſo brauchte Alain doch nicht mehr als zehn Minuten, um hinzugelangen.

So wie er angekommen war, begab er ſich in die Kirche und bat den Sacriſtan, ihm ein einfaches Wachslicht anzuzün⸗ den. Dieſes Wachslicht, dünn wie ein Bindfaden und kaum drei Zoll hoch, koſtete ſechs Liards. Der Sacriſtan beeilte ſich, ſeinem Wunſche nachzukommen, und Alain warf ſich auf die Knie, bekreuzte ſich andächtig und ſprach halblaut:

Gib, mein guter Gott, und auch Du, heilige Jung⸗ frau von Auray, daß uns kein Unglück zuſtoße, wenn wir, mein Herr und ich, uns heute einſchiffen.

Kaum hatte der Bretagner dieſe Worte beendigt, als das einfache Wachslicht ausgebrannt und erloſchen war. Alain er hob ſich ſogleich, und befahl dem Sacriſtan, zwei doppelte Wachslichter anzuzünden, zu drei Sous das Stück; dann betete er, indem er ſich abermals auf die Knie warf:

Gib, mein guter Gott, und auch Du, heilige Jung frau von Auray, daß ein unvorhergeſehenes Ereigniß meinen Herrn, den Ritter Louis de Morvan verhindere, ſich heute Abends, wie er beabſichtigt, einzuſchiffen.

Alain betrachtete die doppelten Wachslichter, und als er ſah, daß ſie noch mit lebhafter Flamme brannten, fuhr er fort:

Gib, mein guter Gott, und auch Du, heilige Jung⸗ frau von Auray, daß der Sturm heute Abend mehrere Schiffe an die Küſte ſchleudere, und daß ich dem Legallec, ſobald ich mich wieder mit ihm ſchlage, das Rückgrat zerbreche.

Endlich, als die Wachslichtér zwei Minuten ſpäter er loſchen, erhob ſich Alain mit freudiger Miene, zahlte dem Sa eriſtan, und ſtürzte aus der Kirche mit demſelben Ungeſtüm fort, mit welchem er hineingekommen war.

Um eine Hecke biegend, ungefähr mitten zwiſchen dem Dorf und dem Hauſe ſeines Herrn, mußte der Bretagner plötz⸗