Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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Und Du haſt niemals daran gedacht, ihn zum Schwei⸗ gen zu bringen?

Um Vergebung, Herr Ritter; ich habe mich deßwegen ſchon ſechsmal mit ihm geſchlagen; aber da wir leider beide gleich gewandt und gleich ſtark ſind, ſo habe ich ihn noch nicht todt ſchlagen können. Und wenn ich behaupte, daß ich ſo ſtark bin, wie er, ſo prahle ich nicht; denn in den ſechs Schlägereien, die wir mit einander gehabt, habe ich nur drei Zähne verloren, ihm habe ich aber viere ausgeſchlagen; darum hoffe ich noch zum Ziele zu kommen.

Unnützes Gerede, unterbrach der Ritter ſeinen Die⸗ ner; gehen wir! Schau Du zur Barke, und ich will mich indeß umſehen, ob ſich in der Ferne kein Segel zeigt. Das Wetter wird binnen einer Stunde losbrechen.

Alain blieb trotz dieſer Verabſchiedung unbeweglich ſtehen.

Nun! haſt Du mich nicht verſtanden? fragte ihn der Herr.

Ganz wohl, entgegnete er; aber bevor ich an die

Einſchiffung denke, habe ich noch eine Pflicht zu erfüllen, und

ich bitte Euch, mir deßwegen noch einen Augenblick zu gönnen.

Welche Pflicht iſt dieß, Alain?

Ich möchte für das Gelingen unſeres heutigen Unter⸗ nehmens in der Kirche zu Penmark ein Wachslicht anzünden laſſen.

Schwörſt Du mir, daß Du die Wahrheit ſagſt?

Ja, Herr, ich ſchwöre es!

Gut, ſo gebe ich Dir eine halbe Sinpe Zeit; da haſt Du einen halben Thaler zur Ausführung Deines frommen Vorhabens. Mach', daß Du fortkommſt!

Der Bretagner empfing begierig das kleine Silberſtück, und in zwei Sätzen über die wurmſtichige Treppe ſpringend, lief er ſeine Holzſchuhe in der Hand, nach dem Dorfe Penmark.

Obſchon dieſes Dorf, wie bereits erwähnt, von de Mor⸗

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