Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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dieſem Punkte von den anderen Bretagnern gar ſehr unter⸗ ſchieden, dem Fremden, den ſein böſer Stern dahin geführt, die Gaſtfreundſchaft nicht anders als mit dem geheimen Gedanken an Mord und Verrath.

Die Exiſtenzmittel, welche dieſen Elenden im 17. Jahr⸗ hundert zu Gebote ſtanden, waren äußerſt beſchränkt; ſie lebten von Fiſchfang und Schmuggel, zudem war dieſe letztere Hilfs⸗ quelle durch ihre bekannte Treuloſigkeit und unzähmbare Heftig⸗ keit beinahe verſiegt, denn man ſcheute ſich mit ſolchen Ban⸗ diten in Verbindung zu treten.

Ihre vorzüglichſte oder beſſer einzige Hilfsquelle, ein ihrer Sitten würdiger blutiger Erwerb, war das Strandrecht.

Die Trümmer, welche der Sturm dieſem ungaſtlichen Lande zutrieb, gehörten ihnen von Rechtswegen. Aber die Strandbewohner dehnten dieſes Privilegium weiter aus, und betrachteten auch die ganzen Schiffe die an die Küſte geworfen wurden, als Trümmerwerk; da dieſe von Klippen ſtarrenden Ufer, wo immer heftige und conträre Winde toſen, äußerſt ge⸗ fährlich und fruchtbar an Schiffbrüchen ſind, ſo zogen die Be⸗ wohner von Penmark von ihrem niederträchtigen Gewerbe ein immer erziebiges ziemlich großes Einkommen.

Ich werde mich, da hierüber genügende Details bekannt ſind, auf die hölliſchen Ränke, die ſie um der Wuth der Stürme zu Hilfe zu kommen, anwendeten, nicht weiter einlaſſen. Wie es bekannt iſt, ermangelten ſie niemals beim Herannahen eines Gewitters, in der Nacht längs des Ufers einige Kühe auf⸗ und abgehen zu laſſen, denen zwiſchen den Hörnern brennende Fackeln aufgebunden waren, und deren Vorderfüße, damit ſie hinken, zuſammengebunden waren; ein ſolcher Aufzug iſt von der Ferne geſehen, dem Gange eines Schiffes bis zur Täuſchung ähnlich. Die unglücklichen Schiffer ſteuerten, von dieſem An⸗ blick getäuſcht, dem Ufer zu und ſtrandeten.

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