Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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nichts, ich will mir Ihren Wunſch merken und ihn, ich verſpreche es Ihnen, nicht aus den Augen verlieren.

Nach dieſem letzten und fruchtloſen Schritt blieb mir nichts anderes übrig als mein Vorhaben aufzugeben; dieß that ich denn auch.

Zwei Jahre waren ſeitdem verfloſſen, und ich dachte nicht mehr an meine Flibuſtier, als Madame Cardinal in einem Au⸗ genblick, wo ich mich deſſen am wenigſten verſehen hätte, mich bitten ließ, nach ihrem Leſecabinet zu kommen.

Sie ſehen, mein Herr, daß ich Sie nicht dergeſſen habe, ſagte ſie mit einer triumphirenden und freudigen Miene, als ſie mich erblickte; ich habe endlich gefunden, was ſie ſuchen.

Madame Cardinal brachte ſodann aus ihrem unten be⸗ findlichen Comptoir ſechs Bände in Duodez in ein Paket ge⸗ ſchnürt, über und über mit Staub bedeckt.

Schlagen Sie dieſe Memoiren, verſetzte ſie, an der erſten beſten Stelle auf, und ſehen Sie, ob ſie Ihnen anſtän⸗ dig ſind. Was mich betrifft, ich habe dieſelben durchgeleſen, und ich bin vollſtändig überzeugt, daß es außerordentlich leicht iſt, ſie mit einigen Federſtrichen zu einem neuen Werke aufzufri⸗ ſchen. Einige Tage werden Ihnen genügen den Stil dieſer alten Bücher nach dem heutigen Geſchmack herzurichten. Dieſe Arbeit wird Sie kaum eine Woche koſten; Sie werden dann Ihren Na⸗ men hinſtellen, und Sie wiſſen, daß ich mich darauf verſtehe der Verfaſſer eines Romans werden, der Ihnen viel Ehre machen wird.

Madame Cardinal hätte, ich bitte ſie für dieſes Geſtänd⸗ niß um Vergebung, lange weiter ſprechen können, ohne daß ich ſie gehört hätte. Kaum hatte ich einen dieſer Bände geöffnet, als ich auf einer Seite wol fünf oder ſechsmal den Namen Louis de Morvan fand, und er erfüllte mich mit ſolcher Freude, daß ich, vertieft in meine Lektüre, ſowol Madame Cardinal, als auch den