Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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Aber ach! und dreimal ach! kaum hatte ich an ſechzig Seiten geleſen, als ich dieſe Geſchichte der Flibuſtier mit Be⸗ trübniß von mir ſtieß, ſie war nicht zu leſen. Keine Daten, die äußerſte Verwirrung, zahlloſe Wiederholungen, eine Eintönig⸗ keit, die zur Verzweiflung bringt, das waren die Fehler, von denen jede Seite wimmelte.

Mein theurer Freund, ſagte zu mir der Büächerkenner G. v. N..., als ich ihm meinen erfolgloſen Verſuch in der Bib⸗ liothek erzählte, wenn Oexmelin Sie nicht befriedigt, ſo erſuche ich Sie Ihre Forſchungen aufzugeben, denn Sie werden nichts Beſſeres finden. Alle Encyelopädiſten, welche über die Flibu⸗ ſtier geſchrieben haben, ſelbſt Voltaire, begnügten ſich damit, Auszüge aus Oexmelin zu geben. Die vielen Romanſchriftſteller, von Piequenard bis Van der Velde, welche die Thaten der Fli⸗ buſtier von St. Domingo beſungen haben, könnten Sie nur irre führen; die meiſten von ihnen haben ohne irgend eine Kenntniß ſelbſt der bedeutendſten Thatſachen von der Geſchichte der Flibuſtier ihrer Phantaſie freien Lauf gelaſſen und Epiſoden erfunden, die aller localen Färbung bar ſind, und nicht den Schein einer Aehnlichkeit haben.

Sie bringen mich in Verzweiflung, ohne mich zu ent⸗ muthigen! Eine Ahnung ſagt mir es, d ich das Werk finden werde, welches ich ſuche.

Und ich bewundere Ihre Standhaftigkeit, ohne ſie be⸗ greifen zu können. Welches Intereſſe feſſelt Sie denn an die Flibuſtier?

Ein beinahe perſönliches Intereſſe. Ich habe in den Papieren meines Großvaters, des Marquis von Caduſch, ſo zu ſagen des letzten Gouverneurs von St. Domingo, und in denen meines Großoheims, des Admirals de Bruix, Documente gefun⸗ den, welche ich vervollſtändigen muß.

Mit andern Worten, Sie haben ein Werk zu leſen