Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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Ohne Zweifel das von Oexmelin, welches im Jahre 1775 von der Compagnie in Trévour herausgegeben wurde. Alle Verfaſſer, die ſeitdem denſelben Gegenſtand bearbeitet ha⸗ ben, plünderten es ſchamlos, ſelbſt J. V. Archenholz, deſſen Geſchichte der Flibuſtier überſetzt worden und im Jahre 1804 in Frankreich erſchienen iſt. Folgen Sie mir, und nehmen Sie Oexmelin.

Ich ließ mir das nicht zweimal ſagen, ſondern beeilte mich und ſchrieb nun meinerſeits auf einen jener Papierſtreifen, deren ſich der Bibliothekbeamte mit ſo vieler Höflichkeit bediente, den Titel, welchen mir G. v. N. dictirt hatte. Zehn Minuten darauf brachte man mir die vier Bände derGeſchichte, Leben, Sitten und Gebräuche der Flibuſtier, mit geographiſchen Karten und feingeſtochenen Bildern.

Ich muß geſtehen, daß mir der Anblick der geographiſchen Karten und der feingeſtochenen Bilder, naive Verſuche der Kunſt, eine wahrhafte Freude verurſachte.

Ein Flibuſtier mit dem Helm auf dem Kopf, mit einem von den Schultern herabwallenden Mantel, im Gürtel ein gan⸗ zes Arſenal von Piſtolen, das Handbeil in der Fauſt, und an den Füßen den antiken Cothurn, hätte mir Mißtrauen einge flößt; aber die durch Oermelin's unerfahrenen und getreuen Griffel dargeſtellten Heroen hatten eine ſo gewöhnliche Phyſio nomie, ihre Tracht war ſo proſaiſch, ſo bar alles dramatiſchen Flitters der Romanfiguren, daß ich an der Wahrhaftigkeit des Werkes keinen Augenblick zweifeln konnte. Ohne Säumniß be⸗ gann ich den erſten Band zu leſen.

Oermelin's Feder gleicht ſeinem Pinſel; er hat keinen Styl. Dieſe Entdeckung freute mich, denn ich verſprach mir in Folge derſelben anſtatt ſchriftſtelleriſchen Werthes, um den ich mich nicht kümmerte, Enthüllungen und Thatſachen, die ich ſo ſehr und ſeit ſo langer Zeit kennen zu lernen wünſchte.

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