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Bibliothekbeamter, an den ich mich gewendet hatte, ſchrieb, nachdem er mich höflich angehört, ſtillſchweigend eine Zeile auf einen Streifen Papier, und hieß mich warten. Eine Viertel⸗ ſtunde ſpäter überreichte er mir einen Band, den ich mit Haſt ergriff; es war ein„Handbuch des Glaſers.“
Das war augenſcheinlich ein Verſehen; ich verlangte ein anderes Buch. Der ſtets höfliche Beamte ſchrieb wieder eine Zeile auf einen neuen Streifen Papier; ich wartete abermals eine Viertelſtunde, und man übergab mir wieder einen Band, er enthielt eine„Vorbereitung zum Baccalaureat.“ Ein dritter Verſuch gelang nicht beſſer; ich erhielt die„Geſchichte Karls I.“
Da ich es nicht wagte den ſo höflichen Beamten noch ein viertes Mal zu ſtören, ging ich ſehr übellaunig fort, traf aber zu meinem Glücke G. v. N..., den beſcheidenſten und gelehrte⸗ ſten Bücherkenner unſrer Zeit. Ich beeilte mich ihm meine Ver⸗ legenheit mitzutheilen.
— Sie ſind im Unrecht, antwortete er mir, und haben keineswegs das Recht ſich zu beklagen. Um in der Bibliothek ein Buch zu erhalten, muß man eben ſo, wie wenn man von der Regierung eine Anſtellung erhalten will, genau angeben, was man will. Die Beamten der Miniſter ſind viel zu ſehr beſchäftigt mit dem Bewilligen der Stellen, als daß ſie Zeit hätten dieſel⸗ ben anzubieten. Welches Buch wünſchen Sie denn?
— Ich weiß es nicht. Ich möchte ein Buch, welches von den Flibuſtiern der Antillen handelt.
gibt deren mehrere: der Engländer Baſil Ring⸗ roſe, der Holländer Joſef Esquemeling, und die Franzoſen Franz Ravenau de Luſſan und Olivier Oexmelin, alle ehemals Flibuſtier, haben authentiſche Memoiren hinterlaſſen.
— Schreiben Sie mir dieſe Namen auf, ich bitte Sie. Und welches von dieſen Werken iſt nach Ihrer Meinung das beſte, das heißt das genaueſte?
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