Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Nachts, während die Flibuſtier ſchliefen, anzugreifen wagten; denn ſie konnten deren Anblick nicht ertragen, da ſie aus Er⸗ fahrung wußten, daß die Flibuſtier ihren Feind, ſobald ſie ihn einmal erblickt, keine Minute weiter leben ließen.

Ich vernahm das Geheul der wie Tiger blutdürſtigen Meuten vom lauttönenden vielfältigen Echo unzählige Mal wie⸗ derholt, ich hörte das Krachen der Karabiner, das Gebrüll der gehetzten Stiere, das Thriumphgeſchrei der Jäger.

In dieſen Lärm miſchte ſich bald der Schlachtruf. Die von einem ſpaniſchen Trupp überraſchten Flibuſtier, in einem Thalkeſſel eingeſchloſſen, wie der Löwe in ſeiner Höhle, brachen dennoch ſiegreich hervor und traten mit den Sohlen ihrer dicken und ſchweren Fußbekleidung die Leichen der Lanzenträger.

Ach, könnt' ich dieſem Traum, den ich wachend geſehen, Geſtalt und Form geben! Könnte ich die lärmvollen, ſchreckli⸗ chen, zärtlichen und leidenſchaftlichen Scenen, die vor meinem geblendeten entzückten Auge dahinzogen, auf dem Papier feſt⸗ bannen! Aber wozu dieſe Wünſche? Iſt es denn Jedem gege⸗ ben, ein Meiſterwerk zu liefern?

Als ich Sanct⸗Domingo verließ, um noch fernere Länder zu beſuchen, nahm ich mir vor, wenn ich Frankreich je wieder ſehen ſollte, mich ſogleich an eine Geſchichte der Flibuſtier zu machen und von dem Augenblick an begann ich auf meinen Rei⸗ ſen alle die wirren und zerſtreuten Materialien, die mir bei Ausführung meines Vorhabens von einigem Nutzen ſein konn⸗ ten, ſorgfältig zu ſammeln.

Fünf Jahre ſpäter, ich war erſt ſeit einem Monat wieder in Paris, begab ich mich in die königl. Bibliothek, immer noch an meine Flibuſtier denkend, und faſt bewegt von dem Gedan⸗ ken, daß ich nun die myſteriöſe Odyſſée von den Gründern St. Domingo's beginnen ſollte.

Aber ach, wie waren meine Hoffnungen enttäuſcht! Ein

Bibl nacht einen ſtund ergr

ande Zeil eine ere

Pu

vie zun ſten leg

ein ein Reg man nit hen

den roſe In Flit

Un