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„Gluͤck lebte, wollen Sie gar nichts fuͤr uns thun?“
— Mein Vater! Wo iſt mein Vater? Obinski oͤffnete ihr ſeine Arme, ſie ſtuͤrzte an ſeinen Hals und ihr Kopf ſank auf die Bruſt des gebeugten Vaters.
Dieſen Augenblick wollte Palowski benutzen, um ihr den Anblick des Todten zu entziehen. Er hatte indeſſen nicht bemerkt, daß ſie noch mit der einen Hand die Hand des Geliebten hielt. Aufge⸗ regt rief ſie aus: Er bleibt! er bleibt da und ich bei ihm.
Ein ſchwaches gefuͤhlvolles Maͤdchen konnte ei⸗ nem ſo grauſamen Geſchick nicht wiederſtehen. Ihr Blut erhitzte ſich, ihr Mund ward trocken, brannte und kaum vermochte ſie mehr zu lallen. Das Fie⸗ ber, welches ſie mit dem Tode ihres Geliebten ein⸗ geathmet hatte, mahm neberhand und verwirrte ihre Sinne.
Solch ein Zuſtand machte es möglich, den Tod⸗ ten wegzuſchaffen; alle Kunſt der Aerzte ward bei Paula aufgeboten und alle Kunſt verzweifelte.
Zwei Tage harrte man in der bangſten Erwar⸗ tung, bald hoffte man, oder verſuchte vielmehr zu hoffen, und gleich darauf verfiel man wiederum in die vorige Troſtloſigkeit zuruͤck.
Plotzlich ſteht Paula auf, Ausdruck und Schritt


