Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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ten, und ihn wenigſtens noch einige Augenblicke der Ewigkeit entziehen.

Die ſchwere Stunde ſchlug. Stanislaus hauchte ſeinen letzten Seufzer aus. Paulas Mund ſog ihn gierig ein. Es war der Hauch des Todes, ſie fuͤhlt' es, und ein wuͤſtes Laͤcheln flog uͤber ihr Geſicht. Sie ſteht auf, ſie weint nicht eine Thraͤne: Erwarte mich, Geliebter! morgen, morgen bin

Palowski, ihr Vater wollen ſie umſonſt ent⸗ fernen. Sie windet ihre Arme um ihren Geliebten. Der Haß hat uns getrennt, der Tod ſoll uns ver⸗ einen! hier, hier will ich ſterben.

Die umſtehenden wiſſen nicht, was ſie beginnen ſollen. Sie von dem Gegenſtande ihrer Liebe ent⸗

fernen, hieße ſie toͤdten, ſie hingegen an dem Ster⸗

bebette zu laſſen raubte wenigſtens nicht ganz die Hoffnung, daß ihre Jugend und Natur ſie noch retten koͤnne.

Beſtuͤrzung und Schmerz hatte alle befangen. Todtenſtille herrſchte in dem Zimmer, und das ver⸗ glimmende Licht einiger Kerzen vermehrte das Schreckliche dieſes Bildes.

Palowski ſprach zuerſt.Paula, er nahm ihre Hand, hier ſteht Ihr Vater, Ihr Vater, der Sie innig liebt, Ihr Freund, der nur fuͤr Ihr