Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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ihren Geliebten birgt; ihre Einbildungskraft uͤber⸗ fliegt die hohen Mauern, ſie ſieht ihn wirder und ſterbend wieder!

Endlich fuhr man in den Hof des Gaſthauſes. Palowski ſpringt aus dem Wagen, um den Kranken vorzubereiten; Paula und Obinski folgen ſeinen Schritten; er bittet ſie nur um einen Angenblick Verzug. Paula irrt hier hin, Obinski dort, nie⸗ mand weiß, wohin er die Schritte wenden ſoll, um den geliebten Kranken zu finden.

Der Wirth und ſeine Leute wußten gar nicht, was ſie von dieſer Eile und Beſtuͤrzung denken ſoll⸗ ten; der elegante Reiſewagen und die vier Pferde davor berechtigten indeſſen die Reiſenden, von dem Wirthe die feinſte Aufnahme fordern zu durfen. Er fragte, Stanislaus! war die einzige Antwort, und da der ungluͤckliche nur unter dem Namen Verloff bekannt war, ſo ging wiederum einige

Zeit verloren, bis man ſich verſtaͤndigen konnte.

Wie geht es mit dem Kranken? fragte der Wirth den Arzt, welcher ſo eben in den Korridor trat. Schlecht, ſehr ſchlecht, war die Antwort. Paula nahm die Hand des Arztes. Fuͤhren Sie mich zu ihm, mein Herr, ich ich bin Paula. Mein Vater und der Fuͤrſt Palowski ſind ſo eben mit mir angekommen.Nur einen Au⸗