166
hut ſich ſeine Krankheit entſchieden, ein hitziges Fieber hat ihn uͤberfallen, die Krankheit iſt gefaͤhr⸗
lich, jedoch glaub' ich, daß die Gegenwart der jun⸗
gen Dame mehr als aͤrztliche Huͤlfe dienlich ſeyn wird.“
— Wir werden zu ſpaͤt kommen, ſchluchzte Paula.—„Ein hitziges Fieber, Paula, haͤlt den „Kranken mehrere Tage an ſeinen Zuſtand gefeſſelt. „Ihre Gegenwart, die Hoffnung, Sie zu beſitzen,
„wird ihn ins Leben rufen.“— Daß der Him⸗ mel Sie und mich erhören moͤchte!
Der Fuͤrſt verſuchte vergebens alle Gruͤnde der Vernunft. Obinski weinte mit ſeinem Kinde, und ſeine Thraͤnen erleichterten ihr Herz. Worte hel⸗ fen dem Ungluͤcklichen nicht, Schweigen und Thraͤ⸗ nen verlangt der Tiefbetruͤbte!“
Bei der erſten Station rief der Furſt Frie⸗ drich zu:„beſtreue mit Gold den Weg, wenn „wir guch nur eine Stunde gewinnen!“
Von dieſem Augenblicke an war alles ſtill im Wagen. Man gelangte auf die Hoͤhe. Der Fuͤrſt zeigte Paulg die Thuͤrme von Calais.„In einer „halben Stunde ſind wir bei ihm, mein Kind, und „er wird ſich erholen.“
Paula ſtarrte unbeweglich zum Wagenfenſter
hinaus. Sie ſieht die Thuͤrme der Stadt, welche


