Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

165

Sie ihn mir.Laſſen Sie mich ihn leſen, ich bin weniger erſchuͤttert.

Der junge Prinz Berloff kam krank und ſchwach und aͤußerſt ermuͤdet in dem Gaſthauſe zum ſilbernen Lowen an. Dennoch beſtand er dar⸗ auf, ſich einzuſchiffen, um, wie er ſagte, ſein Ver⸗ ſprechen zu erfuͤllen. Der Gaſtwirth hielt ihn zu⸗ ruͤck, und ich ward geholt. Das Fieber zeigte ſich deutlich, und das Blut ſchien mir erhitzt. Alles ward nach beſten Kraͤften von mir angeordnet, um ihn zu beruhigen.

Er wird ſterben, er iſt todt! ſchrie Paula. Seine Liebe, die Strenge ſeiner Mutter!Keine Vorwuͤrfe, Paula, ſie helfen hier nicht, hoͤren Sie, mein Kind, horen Sie weiter. Der Fuͤrſt las.

Ich habe ihn die ganze Racht nicht verlaſſen. Gegen Morgen nahm das Fieber betraͤchtlich zu, und er fing an, zu fantaſiren.

Er iſt todt!Er iſt es nicht! erwie⸗

derte der Fuͤrſt mit einem ſo feſten Tone, daß er

Paula uͤberzeugen mußte.Hdren Sie.

In ſeinem hochſten Schmerze hoͤrte er nicht auf, die Namen Paula, Obinski, Palowski, zu rufen. Es haͤlt nicht ſchwer, ſeinen Zuſtand zu

durchſchauen, er liebt und liebt ungluͤcklich. Heute