Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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higkeiten uͤberhaupt nach.„Nicht wahr, Ber⸗ „trand, die Verſchiedenheit der Menſchen, groß „oder klein, huͤbſch oder haͤßlich, ſtark oder „ſchwach, naͤrriſch oder klug, kann man recht „gut erklaͤren, wenn man ſich dem Pflanzenle⸗ „ben vertrauter machen will, wo mehr oder weni⸗ „ger Saft dieſelben Verſchiedenheiten hervorbringt. „Wo ſoll man aber dieſe Unaͤhnlichkeit desjenigen, „was wir Geiſt nennen, herleiten, wenn dieſer „Geiſt oder dieſe Seele nicht das Reſultat der mehr „oder minder lebhaften Gefühle iſt, je nachdem die „Organe mehr oder weniger Faſſungskraft beſttzen, „oder die Rerven unſers Gehirns mehr oder we⸗ „niger reizbar ſind?; Meine Seele, welche unſterb⸗ „lich iſt, iſt die Materie, und folglich meinem Köͤr⸗ „per fremd. Warum uͤbte dieſe Seele ihre Denk⸗ „kraft nicht ſchon in meiner Mutter Leib? warum „nahm ihre Faſſungskraft erſt mit Entwickelung drr „Kraͤfte meiner Organe zu? Warum verliert ſie ihre „Denkkraft jetzt, da ich 50 Jahr alt bin? Warum „irrt die Seele eines Wahnſinnigen mit ſeinem „Koͤrper? Warum konnte die Seele des Herrn Ak⸗ „tuarius zu Acheres nicht in hundert Jahren auch „nur vier Verſe, denen in der Athalie gleich, zu „Stande bringen? Am Ende ſollte doch der Geiſt „ein gleich beſtehendes Weſen ſeyn, unveraͤnderlich,