Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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vernehmen. Saͤmmtliche Einwohner umringten das Haus und wollten Herrn Martin, Bertrand und Sophien ihre Dankbarkeit und Erkenntlich⸗ keit fuͤr empfangene Wohlthaten ausdruͤcken. Wie ſuͤß muß die Erinnernng ſo ungeheuchelter Beweiſe der Liebe ſeyn!

Aber, rief der Herr Pfarrer, wo iſt die junge ſchoͤne Dame, die von aller Welt ſo geliebt wird, und die ſich jetzt nuſern Huldigungen entzieht?—

Alle Wetter, rief Herr Martin, gut, daß Sie an

„unſere Sophie denken, ſie hat noch nicht einmal „gefruhſtuͤckt!“— Er lief ſogleich nach ihrem Zim⸗ mer und fand ſie eben bei der ſiebenten Seite ih⸗ rer Antwort auf das heute fruͤh empfangene Pa⸗ ket.—„Liebes Kind, warum ſchon jetzt einen ſo „langen Brief ſchreiben, da Sie noch nicht einmal „wiſſen, wohin Sie ihn adreſſiren werden?“— Dem ſchreiben zu duͤrfen, den man liebt, heißt ſo viel, als mit ihm ſprechen!—„Recht gut, „mein lieber Engel, aber jetzt folgen Sir mir, um „den Abſchied unſerer guten Dorfbewohner zu em⸗ „pfangen, nachher ſollen Sie fruͤhſtuͤcken, und glau⸗ „ben Sie mir, ein Fruͤhſtuͤck ſchadet ſelbſt den Al⸗ „lerverliebteſtennicht.

Alles war beendigt. Jeder war wiederum an ſeine Arbeit gegangen. Die Pferde des Herrn Pol⸗