Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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ſich mit den Geſchenken des Mannes, dem ſie von nun an alle ihre Tage widmen wollte, geſchmuͤckt, und ihre Freundinnen hatten ihre beſcheidene Woh⸗ nung mit Bluͤthen und Blumen geziert.

In einer großen Stadt will eine Heirath nicht viel ſagen, es giebt deren alle Tage. Der Gleich⸗ guͤltige geht voruͤber und ſieht hoͤchſtens, ob die

Braut huͤbſch oder haͤßlich ſey, und das iſt nicht.

einmal ſo gauz leicht, weil ſich dort alles in zuge⸗ machten Wagen einkerkert, um die ſchmutzigen Stra⸗ ßen bis zur Kirche zu durchrollen. In einem Dorfe iſt es ein ander Ding. Die Braut erhaͤlt dort die Genugthuung, recht lange geſehey zu werden, und fuͤr ein ſchoͤnes junges Maͤdchen iſt ſo etwas nicht ohne Werth. Die Einwohner haben ihrerſeits die

Freude, den Zug und die froͤhlichen Geſichter der

Eltern und Freunde der beiden Brautleute zu ſe⸗ hen. Man freut ſich, daß die jungen Leute, nach⸗ dem ſie vielleicht ſo manche ſtuͤrmiſche Fahrt gehabt, welche die Uneinigkeit ihrer Familie oder Eigennutz verurſacht hat, glucklich in der Ehe angelangt ſind. Einmal hat man die Braut geſehen, man iſt be⸗ gierig, ſie noch zum zweitenmale zu ſehen, denn nie war ſie ſo ſchoͤn. Dieſe Schoͤnheit ſchreibt man natuͤrlich dem Kleide, dem Kopfputz zu, und uͤber⸗ legt nicht, daß es das Feuer der gekroͤnten Liebe

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