37 zu haben, ſiel ihr ſchwer aufs Herz.„Schon gut, „Muͤtterchen, ſchon gut, dieſen Abend ſchicke ich „nach Poiſſt, und unſere Schinken und Huͤhner „ſollen erſetzt ſeyn.“
Man ſpeiſt zu Mittag, oder vielmehr zu Abend, und recht gut, lacht des gehabten Ungluͤcks, das bald eine ſtrenge Diät zur Folge gehabt hätte. Die aͤlteſte Cognard ſingt, freilich ohne Methode, aber mit einer allerliebſten Stimme, und Herr Martin dachte ſehr richtig, daß man auf dem Lande weni⸗ ger kritiſirt, als in der großen Oper zu Paris. Setzt einen Menſchen in den Mittelpunkt aller Zerſtreuungen, und er wird ihrem Gewicht erlie⸗ gen; bringt ihn in eine Wuͤſte, und der Ton einer Schalmei wird ihn entzuͤcken.
Alles trennt ſich zufrieden und mit Ungeduld erwartet man den folgenden Tag.
Cognards Hochzeit.
Roſalie war noch vor dem Morgenroth auf⸗ geſtanden. Sie hatte in ihrer Huͤtte alles in Ord⸗ nung gebracht und dieſe Ordnung und Reinlichkeit war auch der einzige Zierrath derſelben. Sie hatte


