Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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in St. Germain wohl auszufragen war. Herr Martin ging zum Kanzelliſten des Collegiums, der Kanzelliſt ſchickte ihn zum Praͤſidenten, der

Praͤſident zum Prokurator, er wußte endlich Straße

und Hausnummer und begab ſich ſogleich dahin aber zu ſpaͤt!

Madam Lefevre hatte das Geſchehene bereut und einige Entſchuldigungen hatten eine Verſoͤhnung mit Mademoiſelle Marie zur Folge gehabt. Ma⸗ demoiſelle Marie hatte dies in dem Auge ihrer Gebie⸗ terin bemerkt und war dienſtſchuldigſt geruͤhrt wor⸗ den; der Vergleich war unter der Bedingung zu Stande gekommen, daß: wenn Madam Lefepre in ihrem Lehnſtuhl ſaͤße, die Kruͤcken auf der entgegen⸗ geſetzten Seite des Zimmers ihren Platz haben ſollten und die Dame im Lehnſtuhl ruhig die Nachhauſe⸗ kunft der Mademoiſelle Marie vom Markte oder aus der Meſſe abwarten mußte, ohne eine Veraͤn⸗ derung ihres Platzes vornehmen zu können.

Ich haͤtte das vorausſehen ſollen, dachte Herr Martin, alte Herren und alte Bedienten zanken ſich, gehen aber nicht ſo leicht von einander.

Herr Martin iſt indeſſen zu genau mit Ma⸗ dam Griſel und Madam Delatre bekannt, als daß Marie ihn ſollte ohne Koͤchinn weggehen laſſen. Sie hat ehenfalls eine Nichte, eine Schuͤlerinn, die