Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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9 Uhr dauern, erſtreckt ſich ſogar bis auf die Maͤgde und Köchinnen, welche mit der Laterne in der Hand die alten Freunde abholen und nach Hauſe geleiten, Dieſen letzten Punkt häͤlt Herr Martin feſt. Eine Koͤchinn hatte der Madam Lefevve gekuͤndigt. Ma⸗ dam Lefevre iſt eine herrliche Frau, aber ihre Hitze! ihre Hitze iſt unertraͤglich, ich ſage Ihnen unertraͤglich, und dann muͤſſen Sie annehmen, ſie iſt lange nicht ſo gut zu Fuß wie ich. Marie reicht ihr was zu trinken, laͤßt das Glas fallen, Du lieber Gott, das kann uns allen geſchehen! Madam Lefevre geraͤth in Wuth, nimmt ihre Kruͤcken, wirft ſie der armen Marie zwiſchen die Fuͤße, Marie fallt, und hat ſich den Arm ganz zerſchla⸗ gen, wie ich Ihnen ſage, ganz zerſchlagen.Wer iſt Madam Lefevre? Wie geſagt, eine her⸗ zensgute Frau, aber hitzig und, gerade heraus ge⸗ ſagt, wenig Lebensart, ſehr wenig Lebensart. Sie iſt die Tochter eines Advokaten und der Mann war Rath.

Herr Martin ſprach noch einiges uͤber unbe⸗ deutende Gegenſtaͤnde und empfahl ſich der Madam Delatre. Sein Vorſatz war, Madam Lefevre auf⸗

zuſuchen, um eine ſo herrliche Köchinn, wie die arme

Marie, ſobald wie möglich zu finden. Es iſt zu be⸗ greifen, daß eine Dame, die Wittwe eines Raths,