Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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len Regeln der Etikette, er ſchreibt nach Warſchau, verlangt ſeinen Wagen und faͤhrt aus.

Mein Herr, ſagte er zum Polizeichef, es iſt ge⸗ ſtern im Walde von St. Germain ein Bediente der Fuͤrſtinn Berloff arretirt worden. Die Fuͤr⸗

ſtinn iſt verwichene Racht nach Petersburg gereiſt

und hat mich gebeten, ihren Domeſtiken zuruͤck zu begehren und ihr denſelben nach Bruͤſſel zu ſen⸗ den, wo ſie ihn erwarten wird.

Der Magiſtrat ließ ſich die Akten uͤber dieſen Vorfall bringen, und erwog alles ſo genau, als ob Herr Martin den Bedienten reklamirte. Er ſah, daß der Bediente als Vagabund arretirt war, lobte die Wachſamkeit der Herrn Maire, fuͤgte aber zu⸗ gleich die Verſicherung hinzu, daß das Zeugniß Sr. Durchlaucht jeden Argwohn vernichtete und Erich alſo in Freiheit zu ſetzen ſey. Der Fürſt wuͤnſchte den Gefangenen zu ſprechen, er wurde ſogleich ge⸗ holt.

Das Geſicht des Fuͤrſten uͤbt auf jeden Schul⸗ digen eine eigene Gewalt. Erich war wie nied⸗e gedonnert, und ſah ſich im Geiſte gewiß ſchon auf den

Galeeren. Der Prinz, aus Furcht, er moͤchte mehr

geſtehen, als nöthig ſey, nahm das Wort. Statt bei Deiner Fürſtinn die ſchuldigen Dienſte zu verſehen, haſt Du Dich unterſtanden,