Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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der junge Hert verließ ſeinen Platz und er nahm denſelben bei der Fürſtinn ein. Mit dem feinſten Anſtande gruͤßte er die Fuͤr⸗ ſtinn.Madame; ich habe die Ehre gehabt, Sie tanzen zu ſehen, und bin erſtaunt uͤber Ihre Le⸗ bensphiloſophie. Einen Sohn im Gefaͤngniſſe, einen Vertrauten in Ketten zu wiſſen und unter ſolchen Umſtaͤnden noch tanzen zu konnen, heißt ſich uͤber das alltaͤgliche emporſchwingen. Sehen Sie mich nicht ſo ſtrenge an. Ein ſolcher Blick verdirbt das Anlitz, welches Matiska ſo kunſtvoll ver⸗ ſchonert hat. Hier muß man luſtig ſeyn und die wichtigen Sachen mit Laune behandeln. Sp ott 3 ſchlechte Spaͤße, und ſie ſtehen Ihnen nicht im geringſten.Mir, wie jedem andern, frei⸗ lich; in ſo gewaltſamen Mitteln, wie Sie deren, Madam, angewandt haben, bin ich noch Reuling werden Sie nicht boͤſe Fuͤrſtinn, bedenken Sie, Sie zögen im Augenblick die Aufmerkſamkeit von zwei bis dreihundert Perſonen auf ſich. Und wie nannte ſich der Vertraute, den man ar⸗ retirt? Ah, Sie haben denn alſo mehrere? Ich ſpreche von dem, der Ihre Auftraͤge durch Matiska ſchriftlich empfangen hat. Sollte Erich Albernheiten vielleicht begangen ha⸗ ben?Im Gegentheil, er hat nur gethan, was ihm befohlen ward. Ich merke, Sie wer⸗ den mir wieder von dem bewußten Maͤd⸗ chen ſchwatzen wollen.Bieſes bewußte Mädchen, Madame, kann dereinſt eine ſehr große Dame werden. Wollen Sie ſich erinnern, daß dies Geſpräch unmittelbar meine Fa⸗