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der Liebe ſind.— Nicht weiter, es— ſey denn, der folgende Schritt waͤre eine Heirath.
O weh! wie linkiſch iſt dieſer Mann, er haͤlt keinen Takt, er ſieht ſeine Taͤnzerinn nicht ein ein⸗ ziges mal an, und doch iſt er mit ihr zufrieden und wie zufrieden!— Aha! er traͤgt ein rothes Band; er ſcheint Werth auf dergleichen Sachen zu legen. Ein Ellenlanges Band macht dieſen Parren, den man ſonſt uͤberſehen haben wuͤrde, erſt recht be⸗ merkbar.
Jene Dame folgt mit entzuͤckenden Blicken ei⸗ ner jungen Taͤnzerinn, die einer Schwalbe gleich den Boden ſtreift. Dieſe Dame kann hoͤchſtens 36 Jahr alt ſeyn und ſchon jetzt lebt ſie nur fuͤr ihre Tuch⸗ ter. Ein genugſam haͤußlicher Mann ſpricht mit ihr, und ſie hort ihn mit ſcheinbarem Intereſſe zu. Es iſt der Chevalier Clainville, der ſeinen Kre⸗ dit bei Hofe gern uͤberall moͤchte geltend ma⸗ chen, der mit Verſprechungen, dienen zu wollen, Gunſtbezengungen bezahlt, welche ſonſt mit Diamanten und einer Equipage aufgewogen werden. Er iſt gefaͤhrlich, Madame, huͤten Sie ſich, Sie wollen etwas von ihm, er wird bei Ihnen, Sie nicht bei ihm zum Ziele kommen. Der Prinz wollte ſeine Beobachtungen weiter fortſetzen, allein
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