Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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hen, wenn die Eitelkeit, zu gefallen, nicht ihre Zuͤge befeuerte, ihren Augen einen kleinen Ausdruck gäbe, Augen die verfuͤhren könnten, wenn Seele aus ihnen ſpraͤche. Ich bedaure ihren Mann und ihre Kinder, wenn ſie deren hat.

Dieſer Mann gefaͤllt ſich hier im Auf⸗ und Riedergehen, er ſpricht mit niemand, lächelt aber allen ſchoͤnen Damen, die voruͤbergehen, mit einem großen ſelbſtzufriedenen Weſen zu. Er kennt viel⸗ leicht nicht eine einzige derſelben. Es iſt einer der⸗ jenigen Maͤnner, welche bei kaltem Herzen den Kopf voller Schwaͤrmerei haben; ohne einmal das Beduͤrfniß zu fuͤhlen, zu genießen, will er gern fuͤr vermoͤgend gelten; er wuͤrde jeden glauben machen, daß er mit allen Weihern im Einverſtaͤndniß waͤre, wenn nicht der verachtende Blick der Damen das Gegentheil verriethe. Zweideutig ſprechen wird er indeſſen noch von mancher, und zwar, vor Endi⸗ gung dieſes Balles; ſolche Leute ſollte man fortjagen.

Dieſe kleine Bruͤnette giebt ſich ganz ihrem Vergnuͤgen hin. Die Muſik elektriſirt ſie, die Luſt blitzt aus ihren Augen, und nichts um ſie herum feſſelt ihre Blicke. Ich verſtehe, ſie ſieht ihren Taͤnzer und er ſieht ſie mit einem Ausdruck an, der mich ſchließen läßt, daß beide beim zweiten Grade