35 „zu können. Ich habe waͤhrend unſeres Geſpraͤches „hin und her gedacht, und nach der Vorſtellung, die „ich mir von ſeinem Charakter entworfen habe— „ſag ich— nein! er nimmt die Stelle nicht „an.“ Endlich war Cognard da. Ein ruͤſtiger Burſche von 25 Jahren, Vohlgebaut und flink. Er ſtellte ſich mit Feinheit und ohne Verlegenheit den Herren vor. Der reiche Beſitzer eines Schloſ⸗ ſes ſchreckte ihn nicht und er gab ihm nur die Ehre, die ihm ſeiner Meinung nach gebuͤhrte. Der Maire erklaͤrte ſich ihm, wie er ſeinen vorigen untergehuͤl⸗ fen entfernt habe und geſonnen ſey, einen tuͤchtigen Mann an ſeine Stelle zu ſetzen, einen Mann, der, richtigen und geſunden Blickes, Kenntniß genug be⸗ ſaͤße, vorkommende Prozeſſe einzuleiten, und die Faͤ⸗ higkeiten der kleineren Unterpaͤchter bei Beſetzung der Pachtungen zu beurtheilen. Cognard war ſtumm; der Maire, welcher glaubte, er habe ſich
nicht verſtaͤndlich genug ausgedruͤckt, wollte zum
zweitenmale beginnen, als Cognard folgenderma⸗
ßen antwortete:„Herr Maire, ich bin Ihnen ſehr
„verbunden; ich weiß und kenne das mit dieſer „Stelle verknuͤpfte Einkommen, welches meinen je⸗ „tzigen Verdienſt bei weitem uͤberſteigt; aber ſo, wie „ich jetzt lebe— haͤnge ich von niemand ab. Ich „habe mich nun einmal meiner jetzigen Arbeit un⸗


