Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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gefaͤhrlich. Sie hat ihre Gunſtbezeugungen frei bewilligt, vermehrt ſie jetzt um für immer zu feſſeln und bedenkt nicht, daß ſie gerade ihr Reich erſtört. Die kleinſte Vernachlaͤßigung bringt ſie zur Verzweiflung, ſie hat nun nach einer wieder⸗ holten Liebesverſicherung ihres Geliebten einige Ruhe, welche ſie zwar nicht uͤberzeugt, aber wor⸗ an ſie gezwungen glaubt. Sie wird ihren Ge⸗ liebten nicht aus den Angen laſſen, ihn fortwaͤh⸗ rend begleiten. Mit ihren Augen folgt ſie jeder ſeiner Bewegungen; ſpricht er mit einer Dame, errothet ſie, ſteht auf, zwingt ſich, wo anders hin⸗ zuſehen, ſpielt die Gleichguͤltige, waͤhrend ihr Bu⸗ ſen pocht; ſie kennt nur ein Gluͤck: nemlich in ei⸗ nem Seſſel an ſeiner Seite ſich zu wiegen, wo ie vielleicht die Langeweile wiegt.

Das nenne ich weit ausholen, um zum Ziele zu kommen, nicht wahr, Herr Maire; kein Wort war indeſſen vergebens.

Ich ſtand vorhin ans Fenſter gelehnt. Ein junges Bauermaͤdchen ging voruͤber, und eine Nachbarin nannte ſie, einen guten Tag wuͤnſchend, beim Namen. Daſfelbe Maͤdchen ging zwei⸗, drei⸗ bis viermal voruͤber, und jedesmal warf ſie einen forſchenden lebhaften Blick hier ins Haus hinein. Dem Stalljungen konnte dieſer nicht gelten, alſo