Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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und die gute Frau leuchtet mir nicht nach meinem Zimmer, ohne mich nicht mit irgend einer kleinen Aufmerkſamkeit zu erfreuen, die mir mehr oder weniger angenehm erſcheint, je nachdem die Wir⸗ thin jung oder alt iſt. Ey, es iſt eine herrliche Sache um einen guten Wagen!

Die Pferde des Herrn Martin philoſophirten gerade nicht, fuͤhlten aber ebenfalls das Beduͤrfniß, zu fruͤhſtuͤcken, ſetzten ſich in einen ſtarken Trab und hielten von ſelbſt vor dem Wirthshauſezum muthigen Hahne an, indem ſie vorher mehreren Ausſpannungen ſtolz den Ruͤcken gekehrt hatten. Roſalie erkannte ſogleich Herrn Martin. Sie ging aͤngſtlicher und beſorgter, als fruͤher im Waͤld⸗ chen, auf den Schlag des Wagens zu, zwang ihre freundlichen Zuͤge zu einem gewiſſen ſchuͤchternen Ernſte, reichte Herrn Martin die Hand und konnte denn bei dieſer Gelegenheit nicht umhin, auf ihre Purpurlippen das liebliche Läͤcheln zuruͤckzu⸗ zaubern. Herr Martin nahm den gutmuͤthigen Dienſt des Maͤdchens mit gleicher Herzlichkeit an.

Bertrand war wiederum eingeſchlafen, er empfand auch weiter keinen beſondern Appetit. Herr Martin verſah auf Reiſen ſeinen Wagen hinlaͤng⸗ lich mit Eßwaaren, welche bereits ſeit langer Zeit ein Gemeingut unter ihnen waren. Bertrand